23.05.2016 "Kunst offen" Blankensee 2016

Mi kricht hier keener mehr wech

Überwältigende Uraufführung des Theaterstücks im KulturImproVisatorium am Pfingstsonntag

Damit konnte keiner rechnen: Mehr als 120 Menschen aus Blankensee und den umliegenden Gemeinden sind am Pfingstsonntag-Nachmittag in die ehemalige Baptistenkapelle nach Blankensee geströmt, um sich die Uraufführung des Theaterstücks „Mi kricht hier keener mehr wech“ anzusehen. Das waren so viele, dass die Platzkapazitäten der „Baps“ damit hoffnungslos gesprengt wurden. Also wurde spontan entschieden, nach der Uraufführung gleich noch ein zweites Mal zu spielen. Schon während der Aufführungen konnte man in zahlreiche bewegte Gesichter blicken. Bei manchem Zuschauer kullerten gar Tränen der Rührung. Es wurde aber auch gelacht und kräftig mitgesungen.

Die vielen Wochen der Vorbereitung wurden damit für alle Mitwirkenden grandios gekrönt. Das Stück ist ein echtes Gemeinschaftsprodukt von Menschen aus allen Teilen unserer Gemeinde, von Kindern bis Senioren. Basierend auf Interviews, die Barbara Caveng 2013 mit Einwohnern geführt hatte, wurden Handlung und Texte erarbeitet und unter Anleitung der Regisseurin Pip Hill verfeinert und eingeübt.

Möglich wurde das alles einerseits dadurch, dass sich alle Beteiligten mit großem Engagement auf dieses Experiment eingelassen haben, andererseits aber auch durch eine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes, die eine Finanzierung aus dem Fonds Neuer Länder bereitgestellt hat.

Eingebettet waren die Aufführungen in ein Rahmenprogramm aus Aquarell- und Foto-Ausstellungen, Filmvorführungen und der Präsentation alter Handwerkstechniken wie z.B. Spinnen und Weben.

Am 3.6. findet in der „Baps“ ein Abschlussfest des Projektes statt, bei der – neben dem Feiern – auch über die Weiterentwicklung des KulturImproVisatoriums und die weitere Nutzung des Gebäudes nachgedacht werden soll.

KulturImproVisatorium 2016 - am Rande der Uraufführung. Foto: Stefan Schwill