Flurneuordnung in Blankensee 1992 bis 2006
07. Dezember Flurneuordnung ein Erfolgsmodell in Blankensee

Letzte Sitzung des Vorstandes der Teilnehmergesellschaft der Flurneuordnung.

Herr Christensen vom Amt für Landwirtschaft in Ferdinandshof umriss kurz, was seit 1992 in Blankensee im Rahmen der Flurneuordnung passierte.
Auf drei Feldern wurde während dieser Zeit geackert.


Begonnen hat alles mit dem Wegebau in und um Blankensee. Wie viele Wege und deren Teilabschnitte gebaut wurden, wusste niemand mehr genau zu sagen. 18 waren es wohl. Außerhalb der Ortschaft bekamen wir 90 % Fördermittel, für innerörtliche Wege waren es 70 %. Fast alle Wege in und um Blankensee wurden erneuert. Zusätzlich bekamen wir Anbindungen an die Orte Bismark, Plöwen und Mewegen. Innerorts sind alle Wege befestigt. Das freut nicht nur die Kollegen unseres Landwirtschaftsbetriebes, sondern auch viele Radfahrer und Skater, die extra nach Blankensee kommen. Auch aus Polen kommen viele Radler, weil es sich bei uns so gut fährt.

Als Zweites begann ab 1995 das Flächenordnungsverfahren. Viele Grundstückseigentümer kannten die Grenzen nicht mehr. Einige Eigentümer fielen aus allen Wolken, als sie im Rahmen der Flurneuordnung mitbekamen, dass ihr Haus z. B. gar nicht auf dem eigenen Grundstück stand. Hier begann dann wohl auch die meiste Arbeit der Kollegen aus dem Landwirtschaftsamt in Ferdinandshof.

Die Gesamte Fläche der Gemarkung Blankensee wurde neu vermessen und neu eingeteilt. Grundstücke wurden zusammengelegt, Grenzen neu festgesetzt, und Ländereien getauscht. Heute hat jeder seinen Acker in einem Stück, jedes Grundstück ist von einem Weg zu erreichen. Dabei hatten es die Ferdinandshofer nicht immer leicht. Mit allen Grundstückseigentümern musste verhandelt werden. Es war für viele nicht leicht zu verstehen, warum ihre Ländereien nun wo anders sein sollten als vorher. Viele Vorschläge und Einwendungen wurden in den Flurneuordnungsplan eingearbeitet. Fast alle Grundstückseigentümer waren sehr zufrieden, und einige Widersprüche wurden geklärt.

In diesem Zusammenhang wurden alle Grundstücke neu vermessen und mit Grenzsteinen versehen. Grenzen wurden festgelegt und sind heute sehr leicht zu finden. Es wurde Rechtssicherheit geschaffen. Das ganze kostete unsere Bürger keinen Cent.

Geld haben die Blankenseer dann doch noch ausgegeben.
Als Drittes bekamen die Grundstückseigentümer für Sanierungen an den Grundstücken Fördermittel. Anfangs in Höhe von 50 %. Das wurde dann auch sehr rege genutzt. Dächer, Fenster, Haustüren, Wärmedämmmaßnahmen und Fassadensanierungen wurden gefördert. Nicht nur private Grundstückseigentümer, auch die Gemeinde hat mit den Sanierungen ihrer Mehrfamilienhäuser und des Gemeindezentrums Fördermittel genutzt. Fast jeder hat sein Haus erneuert und schöner gemacht.

So kann man wohl mit Recht sagen, dass unser Blankensee eines der schönsten Dörfer im ganzen Land ist. Den Wettbewerb im Kreis haben wir ja auch gewonnen.

3,6 Mio Euro sind im Rahmen der Flurneuordnung ausgegeben worden. Ein Drittel davon brachten die Bürger selbst auf. Viele Handwerker hatten in Blankensee über Jahre Arbeit.

Alles konnte nur gelingen, weil die Kollegen des Amtes für Landwirtschaft eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Die Zusammenarbeit der Kollegen mit den Bürgern des Dorfes, mit dem Vorstand der Teilnehmergesellschaft, mit der Gemeindevertretung und mit dem Bürgermeister Herrn Dressler war vorbildlich. Keine Frage blieb unbeantwortet, jeder wurde fair behandelt, Anträge sehr schnell bearbeitet, Gelder sehr schnell ausgezahlt.

Sehr oft waren die Kollegen des Amtes in Blankensee, eine große Arbeit wurde geleistet und am Ende wurde zünftig gefeiert, wie im Jahr 2004 unser Erntefest mit dem Abschluss der Flurneuordnung.

Natürlich waren viele Leute am Gelingen der Arbeit in Blankensee beteiligt. Dazu gehören die Mitarbeiter im Landwirtschaftsministerium, das Planungsbüro Neuhaus & Partner, das Amt Löcknitz und viele Handwerker die gute Arbeit leisteten.

 

 

© Olaf Lesener, Blankensee